Was macht unser Bindegewebe

Superkleber, Stoßdämpfer und Logistikzentrum

Das Bindegewebe ist – wie der Name schon verrät – ein verbindendes Gewebe, sozusagen eine Art Superklebstoff, der alle anderen Gewebearten miteinander verbindet. Es bildet die Grundstruktur, welches Organe und Gewebe stützt, ihnen Form verleiht und sie vor Dehnung und Verformungen schützt. Es verbindet verschiedene Gewebetypen wie Muskeln mit Knochen(Sehnen), Knochen mit Knochen (Bänder) und Haut mit den darunter liegenden Schichten. 

Es kann aber noch viel mehr als dir deine Form zu verleihen:

  • STOßDÄMPFER: Schutzschicht in Form von Fettgewebe, welches unsere Organe vor Stößen schützt.
  • LOGISTIK: Einige Arten von Bindegewebe sind an Stoffaustauschprozessen beteiligt, indem sie Nährstoffe,
    Sauerstoff und Abfallprodukte zwischen Blutgefäßen und umliegenden Zellen transportieren.
  • WERKSTATT: Außerdem spielt das Bindegewebe eine wichtige Rolle bei der Reparatur von Verletzungen und Wunden, indem es Narbengewebe bildet.
  • SCHUTZDIENST: Lockeres Bindegewebe spielt eine wichtige Rolle in Abwehr- und Regenerationsvorgängen, da es viele Entzündungs- und Abwehrzellen beherbergt.

Was tut unserem Bindegewebe gut

Bewegung & beweglichkeit

sind entscheidend, um die Durchblutung des Gewebes zu fördern, die Kollagenproduktion anzuregen und die Fasern zu stärken. Ein Mix aus Ausdauersport, Krafttraining und Faszientraining wird empfohlen. Auch Yoga wirkt positiv auf unser Bindegewebe aus, trainiert die Beweglichkeit, spricht die Tiefenmuskulatur an wirkt sich entspannend auf das Nervensystem aus. Denn auch negativer und vor allem Dauerstress setzen dem Bindegewebe durch einen dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel zu.

Was ist KOLLAGEN überhaupt?

  • Kollagen ist das häufigste Strukturprotein in unserem Organismus
  • Kollagen macht rund 25% der Gesamtproteinmenge in unserem Körper aus
  • Kollagen ist zum allergrößten Teil in unserem Bindegewebe zu finden
  • Kollagenketten bestehen oft aus 1.000 Aminosäuren, wobei Glycin, Prolin und Hydroxyprolin am häufigsten vorkommen
  • Die Synthese von Kollagen in unserem Körper ist Ascorbinsäure (Vitamin C) abhängig

Ernährung

Proteine: Wie oben beschrieben sind Proteine entscheidend für die Bildung und Erhaltung von Bindegewebe, da sie Aminosäuren liefern, die für die Kollagenproduktion benötigt werden. Pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Nüsse und Samen, sowie tierische Quellen wie Milchprodukte, Fleisch und Eier können eine wichtige Rolle spielen.

Vitamin C: Dieses Vitamin ist für die Kollagenproduktion unerlässlich. Es kommt in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten vor, wie Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Kiwis, Paprika, Brokkoli uvm.

Vitamin E: Vitamin E ist ein Antioxidans, welches das Bindegewebe vor Schäden durch freie Radikale schützt. Gute pflanzliche Quellen für Vitamin E sind Nüsse, Samen und pflanzliche Öle wie Weizenkeimöl.

Zink: Zink ist an der Kollagenbildung und Wundheilung beteiligt. Pflanzliche Quellen für Zink sind Weizenkeime, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.

Omega-3-Fettsäuren: Diese essentiellen Fettsäuren tragen zur Entzündungshemmung bei und unterstützen die Bindegewebsgesundheit. Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen und den entsprechenden Ölen daraus zu finden. Außerdem in fetten Seefischen, wie Lachs, Makrele und Hering. Wer keinen Fisch mag, oder nicht essen möchte, kann sich diese Fettsäuren auch aus entsprechenden Algenölen holen.

Kupfer: Kupfer ist ein Spurenelement, das für die Kollagensynthese wichtig ist. Es ist in Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten enthalten.

Silizium: Silizium ist ein Mineral, das die Bindegewebsstruktur unterstützt. Gute pflanzliche Quellen sind Haferflocken, Gerste, Hirse, Dinkel, und Bambussprossen.

Nahrungsergänzungsmittel

  • Brennnesselpulver (stoffwechselanregend, harntreibend, durchblutungsfördernd)
  • Vitamin C (unser Körper benötigt Vitamin C, um Kollagen zu synthetisieren)
  • Vitamin D (fördert nachweislich die Kollagenproduktion (1))
  • Vitamin-B-Komplexe
  • Calcium und Magnesium (2:1 Verhältnis, z.B Sango Korallenpulver)
  • Kollagen

Wichtig bei allem ist natürlich ausreichend Wasser zu trinken. Wasser hilft, die Elastizität des Gewebes aufrechtzuerhalten, Giftstoffe auszuscheiden und wasserlösliche Nährstoffe zu transportieren.

Was hilft noch?

Mit Massagen, insbesondere der Bindegewebsmassage wird die Durchblutung im Bindegewebe gesteigert, so lassen sich Verklebungen lösen und die Flexibilität verbessern.

Trockenbürsten stimuliert das Bindegewebe und regt die Durchblutung an. Es wird oft als Methode zur Hautstraffung und zur Förderung der Lymphdrainage empfohlen.

Und natürlich sei in dieser Stelle noch erwähnt, das ausreichend Schlaf und Erholung sich sehr positiv auf unser Bindegewebe auswirken.


QUELLEN UND VERTIEFENDE INFOS:

(1) Studie zu Vitamin D und Kollagensynthese

Vertiefende Informationen zu Kollagen


Redaktioneller Hinweis: In diesem Beitrag teilen wir neutrales Wissen rund um Gesundheit, Ernährung und Nährstoffe mit dir. Falls du passende Produkte suchst, findest du eine Auswahl bei spezialisierten Anbietern wie unserem Partner PuraVita.

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