Probiotika mit Präbiotika für eine gute Entwicklung
Das Darmmikrobiom von Kindern ist – wie auch bei Erwachsenen – ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheit. Es beeinflusst die Entwicklung des Immunsystems ebenso wie das allgemeine Wohlbefinden. Durch Umwelteinflüsse, Antibiotikagaben, Infekte und weitere Faktoren kann die fein abgestimmte Zusammensetzung der nützlichen Darmbewohner zeitweise aus dem Gleichgewicht geraten.
Gezielt eingesetzt kann die Gabe von Probiotika in Kombination mit Präbiotika eine sinnvolle Unterstützung darstellen, um die Symbiose innerhalb dieses komplexen Ökosystems zu begleiten.
Grundsätzlich ist es wichtig, die Darmflora dauerhaft durch eine abwechslungsreiche und ballaststoffreiche Ernährung zu stärken. Die schwer verdaulichen Bestandteile von Vollkorngetreide, Obst und Gemüse dienen gewissermaßen als „Futter“ für die nützlichen Darmbakterien. Je bunter und vielseitiger die Auswahl, desto günstiger für die mikrobielle Vielfalt. Auch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Joghurt oder Kefir können zur Diversität der Darmbewohner beitragen.
Wer dies als Elternteil eines Klein- oder Schulkindes liest, wird vielleicht schmunzeln. Eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung bei einem sechsjährigen Kind, das sich gerade in einer „Ich-will-nur-Nudeln-mit-Butter-und-Salz“-Phase befindet und höchstens noch Apfel oder Gurke auf seinem Teller akzeptiert, stellt im Alltag durchaus eine Herausforderung dar. Solche Phasen gehören jedoch zur Entwicklung dazu und sind in der Regel vorübergehend.
In bestimmten Situationen kann es dennoch sinnvoll sein, die Darmbewohner gezielt zu unterstützen – beispielsweise nach einer Antibiotikagabe oder einem überstandenen Darminfekt. Hier kommen ausgewählte Probiotika mit spezifisch definierten Bakterienstämmen ins Spiel. Einzelne Lactobacillus- und Bifidobacterium-Arten sind wissenschaftlich gut untersucht und werden unter anderem im Zusammenhang mit Antibiotika-assoziierter Diarrhö, Reisedurchfall oder einer stabilen Immunreaktion beschrieben.
Wichtig ist dabei weniger die Anzahl der enthaltenen Kulturen als deren genaue Spezifizierung, Qualität und altersgerechte Dosierung. Ebenso sinnvoll kann die Kombination mit Präbiotika sein, die den nützlichen Bakterien als Nährstoffquelle dienen. Relevante Bakteriengruppen sind:
Bifidobakterien (z. B. B. animalis, B. longum): Diese Stämme siedeln sich vor allem im Dickdarm an. Studien untersuchen ihren Einsatz insbesondere bei Verdauungsproblemen oder zur Unterstützung nach Antibiotikatherapien. (1)
Laktobazillen (z. B. L. reuteri, L. rhamnosus): Diese Milchsäurebakterien kommen natürlich im Dünndarm vor und werden unter anderem im Kontext der Immunantwort und Mundgesundheit (2) erforscht. Laktobazillus rhamnosus ist einer der am besten untersuchten Probiotika, welche die Dauer von Infekten mit Rotaviren verkürzen können. (3)
Streptococcus thermophilus: Dieser Stamm wird häufig, vor allem in Kombination mit Bifidobakterien, mit der Linderung von Symptomen nach Antibiotikagaben, wie Antibiotika-assoziierter Diarrhö in Verbindung gebracht. (4)
Abschließend lässt sich sagen, dass eine ausgewogene Ernährung die Basis bleibt. Auch ein gesundes Maß zwischen Hygiene und dem Kontakt mit der Umwelt ist wichtig für die Diversität des Darmmikrobioms. In besonderen Phasen kann eine gezielte Ergänzung jedoch auch eine unterstützende Maßnahme darstellen, um das empfindliche Gleichgewicht im kindlichen Darm zu begleiten.
HINWEIS: Ob und wann eine ergänzende Gabe von Probiotika sinnvoll ist, entscheiden Eltern bewusst und eigenverantwortlich. Bei Unsicherheiten oder länger anhaltenden Beschwerden kann eine fachliche Einschätzung hilfreich sein.
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