Was sind Mitochondrien
Mitochondrien sind winzige Organellen in unseren Zellen, sie kommen vermehrt dort vor, wo viel Energie benötigt wird – etwa in Muskel-, Herz- und Gehirnzellen. Oft als „Kraftwerk“ der Zelle bezeichnet, produzieren sie unseren Hauptenergiespeicher ATP (Adenosintriphosphat)
Wir verbrauchen täglich so viel ATP, wie wir an Körpergewicht tragen.
Vielleicht erinnerst du dich noch dunkel an den Biologieunterricht:
Was sich anhört wie ein Zauberspruch aus Harry Potter „AdenosinTriphosphat“ ist, tatsächlich die Energiewährung unseres Körpers. Jeder Mensch verbraucht jeden Tag, soviel ATP wie er in Kilogramm wiegt. Wenn du also 80 Kilogramm auf die Waage bringst, verbraucht dein Körper jeden Tag 80 Kilogramm ATP. Noch interessanter wird es, wenn man weiss, dass sich zu jedem Zeitpunkt nur ca. 50 bis 100 Gramm ATP in den Zellen befindet. Dieser enorme Umsatz von ATP wird durch kontinuierliches Recycling von ATP zu ADP und umgekehrt gewährleistet. Nachhaltigkeit par excellence.
Jede unserer Zellen braucht ATP, um unterschiedlichste Aufgaben zu erfüllen:
- Muskelkontraktion: Jede Bewegung in unserem Körper erfordert Energie in Form von ATP
- Stofftransport: Transport von Molekülen in und aus den Zellen
- Biosynthese: Aufbau von Geweben, Proteinen und Enzymen
- Nervenimpulse: Weiterleitung von Signalen
Jedes ATP-Molekül wird schätzungsweise 1000 – 1500-mal pro Tag recycelt
Was ist Mitochondrien Gesundheit?
Gesunde Mitochondrien sind entscheidend für die Energieproduktion, den Stoffwechsel, Immunfunktion und die Zellerneuerung.
- Effiziente Energieproduktion: Gesunde Mitochondrien gewährleisten eine ausreichende Versorgung mit Energie für alle zellulären Prozesse und erzeugen eine natürliche Lebendigkeit. Hierzu werden Nährstoffe in die Mitochondrien transportiert, um dort zur Erzeugung von energiereichem ATP verstoffwechselt zu werden.
- Intakte mitochondriale DNA (mtDNA): Eine stabile und unbeschädigte mitochondriale DNA erhält diese natürliche Mitochondrien Funktion aufrecht. Schäden an der mtDNA können Folgen für die Energieproduktion haben und zu Mitochondriopathien führen.
Was ist eine Mitochondriopathie?
Mitochondriopathien sind Erkrankungen der Mitochondrien.
Die Schwere dieser Störungen kann von Fall zu Fall variieren. Folgende Faktoren können die mitochondriale Gesundheit beeinflussen:
- Genetische Faktoren
- Umweltfaktoren: Schwermetallvergiftungen, Pestizide, Herbizide
- Oxidativer Stress: Nikotin, hoher Alkoholkonsum, psychischer Stress, Schlafmangel, Fehlernährung
- Chronische Entzündungen
- Bestimmte Medikamente: Cholesterinsenker (Statine), bestimmte Antibiotika und Schmerzmittel, Psychopharmaka
Auch im Laufe des Lebens auftretende Krankheiten können Mitochondriopathien verschlimmern oder verursachen.
Die Symptome von Mitochondriopathien und der damit einhergehende Energieverlust sind vielfältig und können unter anderem Folgendes umfassen:
- Herzschwäche
- Erschöpfung
- Antriebslosigkeit
- Muskelschwäche und Schmerzen
- Belastungsintoleranz
Was hilft?
- Regelmäßige körperliche Aktivität: fördert die Bildung neuer Mitochondrien und erhöht die Mitochondrien Anzahl in den Zellen.
- Stressmanagementtechniken: wie Meditation, Yoga, Waldbaden und ausreichend Schlaf schützen die Mitochondrien
- Entgiftung und Stoffwechsel-Aktivierung mit entsprechenden Kuren und durch Heilfasten
- Grüne chlorophyllhaltige Smoothies mit Gerstengras, Spirulina, grünen Blättern von Salaten, Grünkohl, und Wildkräutern, Trockenfrüchten und Blaubeerpulver liefern alles, was unsere Mitochondrien zu einer optimalen Energieproduktion brauchen.
Ernährung
Eine Ernährung, die unsere Mitochondrien gesund hält und stärkt, sollte reich an Mikronährstoffen wie Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B6 (Pyridoxin), B9 (Folsäure), B12 (Cobalamin) und Vitamin D sein. Außerdem benötigt der Körper ausreichend Calcium, Magnesium, Zink, Selen und Chrom für einen optimalen Ablauf der Stoffwechselprozesse.
Diese Vitamine und Mineralstoffe sind enthalten in frischen, vollwertigen Lebensmitteln, z.B. in buntem Gemüse, Obst, Beeren, Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und hochwertigen Proteinen (mageres Fleisch aus einer artgerechten Haltung, Hülsenfrüchte, Hanfsamen).
Ergänzend dazu eignet sich ein bis zweimal wöchentlich fettreicher Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren – oder alternativ Omega-3-reiches Algenöl.
Nahrungsergänzungen: Bei einer erhöhten sportlichen Betätigung, viel Stress und Schlafmangel über einen längeren Zeitraum kann eine Supplementation von folgenden Produkten sinnvoll sein:
- Glutamin
- Carnitin
- Kreatin
- PQQ (Pyrrolochinolinchinon)
- ProAnin mit OPC
- Sango Korallenpulver
- Astaxanthin
- Coenzym Q10
Quellen UND VERTIEFENDE INFOS:
https://flexikon.doccheck.com/de/Mitochondrium
https://sportaerztezeitung.com/rubriken/kardiologie/2681/mitochondriale-medizin/
https://www.jbc.org/article/S0021-9258(20)66100-2/fulltext
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11429417
Redaktioneller Hinweis: In diesem Beitrag teilen wir neutrales Wissen rund um Gesundheit, Ernährung und Nährstoffe mit dir. Falls du passende Produkte suchst, findest du eine Auswahl bei spezialisierten Anbietern wie unserem Partner PuraVita.
Wir recherchieren unsere Inhalte mit großer Sorgfalt, dennoch können sie eine ärztliche Diagnose oder Behandlung nicht ersetzen. Nutze unsere Tipps gerne als Inspiration – aber vertraue bei konkreten Beschwerden immer auf medizinisches Fachpersonal.
